Mit dem Textchat Geld verdienen
Von Nicole Becker · Aktualisiert am 19. Juli 2026 · Lesezeit: 14 Minuten
Im Nachrichtenchat verdienst du doppelt: an jeder Nachricht, die dir ein User schreibt, und am Verkauf einzelner Fotos. Am besten läuft es, wenn deine erste Nachricht kurz ist und mit einer Frage endet, denn darauf antwortet man am ehesten. Danach zählt vor allem, dass du zeitnah und in ganzen Sätzen reagierst. Beim Fotoverkauf gilt: nur eigene Bilder, und private Kontaktdaten bleiben tabu – das schützt am Ende dich selbst. Den größten Unterschied machen aber die Stammuser. Wer sich merkt, was ein User erzählt, baut eine echte Bindung auf, und die trägt den Umsatz über Jahre.
Der Nachrichtenchat ist für viele der ruhigere, entspanntere Weg, mit dem Camjob Geld zu verdienen. Du musst nicht live vor der Kamera sitzen, kannst nebenbei vom Sofa oder unterwegs vom Handy aus schreiben und bestimmst dein Tempo selbst. Bezahlt wirst du dabei doppelt: an jeder Nachricht, die ein User dir schickt, und am Verkauf einzelner Fotos. Ich mache das seit über zehn Jahren und schreibe dir hier auf, was bei mir wirklich funktioniert hat – ehrlich und ohne Schönfärberei.
Falls du gerade erst überlegst, ob Chatten überhaupt etwas für dich ist, lies vorher meinen Überblick zum Geldverdienen mit Chatten. Diese Seite hier geht dann konkret in die Praxis des Nachrichtenchats. Und wenn du noch ganz am Anfang stehst, findest du auf der Startseite alles Wichtige rund ums Camgirl werden.
Was kostet eine Nachricht im Chat?
Meine Faustregel: Zu Beginn ca. 50–70 Cent pro Nachricht. Wenn der Chat gut läuft und du Stammuser hast, kannst du höher gehen. Das sind Erfahrungswerte, keine festen Portalvorgaben.
Auf Camseiten, bei denen du deinen Nachrichtenpreis selbst festlegen kannst, würde ich anfangs bei rund 50 bis 70 Cent pro Nachricht bleiben. Das ist der Betrag, den ein User zahlt, wenn er dir schreibt. Gerade am Anfang, wenn du noch wenige Stammuser hast, solltest du nicht höher gehen – ein zu hoher Preis schreckt neue User ab, bevor sie dich überhaupt kennengelernt haben. Läuft der Textchat nach einiger Zeit gut, kannst du den Preis ruhig etwas anheben.
Teilweise lässt sich der Preis bis auf 4 Euro pro Nachricht hochsetzen. Solche Beträge zahlen aber fast nur User mit einer speziellen Vorliebe, etwa Tributzahlungen an eine Geldherrin. Der normale User greift dafür nicht so tief in die Tasche. Geh also mit Bedacht vor, wenn du deinen Preis änderst. Wie sich das Ganze überschlägig aufs Konto auswirkt, kannst du mit meinem Verdienstrechner durchspielen.
Wie du die erste Chatnachricht gestaltest
Kurz halten: Ein bis zwei Sätze, ruhig ein bisschen frech, und formulier sie als Frage. Fragen laden zum Antworten ein – und genau darum geht es.
Die erste Nachricht an einen User sollte kurz und knackig sein. Schreib nicht mehr als ein, zwei Sätze – lange Geschichten liest kaum jemand gern. Die Nachricht darf ruhig ein bisschen dirty sein, wir sind ja keine Unschuldslämmer. Und ganz wichtig: Formulier sie als Frage. Auf eine Frage antwortet ein User viel eher als auf eine bloße Feststellung.
Schreibt er zurück, antworte immer in ganzen Sätzen. Ein knappes „Ja" oder „Nein" bringt ihn nicht dazu, dir noch einmal zu schreiben – und jede Nachricht von ihm ist bares Geld. Überleg dir einfach, was dich selbst dazu bringen würde, zu antworten. Schon weißt du, wie du es machst.
So könnte der Einstieg klingen
✓ Macht neugierig
Offene Frage, persönliche Ansprache, ein Satz. Der User muss nur noch antworten.
✕ Bremst aus
Eine Wall aus Text, drei Fotos auf einmal oder eine Nachricht, die gar keine Frage enthält.
Verkauf einzelne Fotos über den Textchat
Behutsam vorgehen: Nicht mit der Tür ins Haus fallen. Frag erst nach einem Foto von ihm, schick im Gegenzug ein heißes von dir – kostenpflichtig. Über Gegenseitigkeit öffnest du die Tür ganz elegant.
Wenn du über den Nachrichtenchat Fotos verkaufen kannst, fall nicht gleich mit der Tür ins Haus. Schick dem User nicht zehn Bilder auf einmal, die er alle kaufen soll. Geh lieber Schritt für Schritt vor. Frag ihn zuerst, ob er dir nicht ein Foto von sich schicken möchte – das machen die meisten gern. Fragt er, warum, sagst du einfach, dass du gern weißt, mit wem du eigentlich schreibst.
Hat er dir sein Foto geschickt, revanchierst du dich mit einem heißen Bild von dir, natürlich kostenpflichtig. Schreib dazu, dass du dich über sein Foto gefreut hast und ihm jetzt gern eins von dir schickst. So hast du elegant die Tür geöffnet, ihm immer wieder Fotos anzubieten, ohne dass er sich überrumpelt fühlt. Übrigens muss auf den Fotos nicht einmal dein Gesicht zu sehen sein – wie du gute Aufnahmen für den Verkauf machst, zeige ich dir bei den Fotos fürs Camprofil.
Der Gegenseitigkeits-Trick als Ablauf
Verkauf nur Fotos, die auch wirklich von dir sind
Es lohnt sich wirklich, Fotos an User zu verkaufen. Aber hüte dich davor, fremde Bilder als deine eigenen auszugeben. „Klau" dir keine Fotos von irgendwelchen Internetseiten – das kommt früher oder später immer raus. Am Ende musst du meist die Provisionen zurückzahlen, die du damit verdient hast, und oft sperrt dich das Portal noch obendrein. Das ist es nicht wert. Abgesehen davon ist es schlicht unfair gegenüber der Frau, deren Bilder du benutzt.
Selfies lassen sich immer gut verkaufen. Damit du während des Chats nicht hektisch neue Fotos schießen musst, leg dir vorproduzierte Sets an. Mach zwischendurch in verschiedenen Situationen ein paar Aufnahmen – in der Badewanne, im Bett, beim Ausgehen – und sortier sie in Ordner. Dann hast du beim Chatten immer eine passende Auswahl griffbereit und sparst dir Zeit.
Ehrlich bleiben lohnt sich. Vorproduzierte Fotos sind schlau. Aber verkauf sie nicht mit der Lüge „ich liege gerade jetzt live für dich in der Wanne", wenn das Bild von letzter Woche ist. Biete dein Set einfach an, wie es ist – „ich hab da was richtig Heißes von mir". Das funktioniert genauso gut, und du verstrickst dich nicht in Geschichten, die auffliegen können.
Verfass eine Willkommensnachricht für deine Profilbesucher
Auf fast allen Portalen kannst du eine Willkommensnachricht hinterlegen. Sie geht automatisch an jeden User raus, der dein Profil aufruft – auch dann, wenn du gar nicht online bist. Vom Aufbau her funktioniert sie wie deine erste Nachricht: ein, zwei freche Zeilen, die mit einer Frage enden. Ohne Willkommensnachricht verschenkst du eine der einfachsten Möglichkeiten, rund um die Uhr auf dich aufmerksam zu machen.
Beispiel für eine Willkommensnachricht
Beantworte Usernachrichten möglichst zeitnah
Warum das zählt: Viele Portale zahlen die Nachrichtenprovision nur, wenn du innerhalb einer bestimmten Frist antwortest. Lässt du Tage verstreichen, ist das Geld – und oft der User – weg.
Warte nicht zu lange mit deiner Antwort. Bist du ohnehin gerade mit jemandem am Schreiben, erübrigt sich der Hinweis. Bekommst du aber unaufgefordert eine Nachricht, beantworte sie zeitnah. Es bringt nichts, Tage oder gar Wochen verstreichen zu lassen.
Das hat zwei Gründe. Erstens weißt du nach zu langer Zeit nicht, ob der User überhaupt noch aktiv ist. Zweitens zahlen viele Portale die Nachrichtenprovision nur aus, wenn du innerhalb eines festgelegten Zeitraums antwortest. Genau deshalb lohnt es sich, zwischendurch kurz mit dem Handy online zu gehen – beim Frühstück, im Bus oder wann immer du fünf Minuten hast. Der Textchat läuft heute ohnehin größtenteils mobil, du bist also nicht ans Zuhause gebunden.
Notier dir wichtige Infos zu deinen Stammusern
Kein Trick, echtes Interesse: Wer sich merkt, wie der Hund heißt oder wo der letzte Urlaub war, zeigt echte Aufmerksamkeit. Genau das bindet Stammuser – und Stammuser sind es, die deinen Umsatz auf Dauer tragen.
Mach dir zu deinen Stammusern Notizen. Wenn die Camseite dafür kein eigenes Feature hat, reicht eine simple Notiz-App auf dem Handy oder eine kleine Tabelle. Dort trägst du ein, was du während der Chats über ihn erfährst: sein Alter, wo er wohnt, sein Job, seine Vorlieben, wo er zuletzt im Urlaub war.
Du glaubst gar nicht, wie gut es ankommt, wenn du ihn beim nächsten Mal von dir aus darauf ansprichst. Es zeigt ihm, dass du dir Dinge merkst und dich für ihn interessierst – und das ist ja auch so gemeint. Diese echte Aufmerksamkeit ist der beste Grund, warum ein User immer wieder zurückkommt. Fast alle Berichte aus der Branche sagen dasselbe: Nicht die große Reichweite, sondern die treuen Stammuser machen den langfristigen Umsatz aus.
Tausch keine privaten Kontaktdaten aus
Wichtig für deine Sicherheit
Gib niemals ohne Rücksprache mit dem Portal private Kontaktdaten heraus – keine Telefonnummer, keine E-Mail-Adresse, keine privaten Social-Media-Profile. Die meisten Communities verbieten das in ihren AGB, und ein Verstoß kann zur Sperrung oder sogar zum digitalen Hausverbot führen.
Wichtiger noch: Diese Regel schützt vor allem dich selbst. Über eine private Nummer oder Mailadresse lässt sich deine echte Identität aufdecken – genau das willst du vermeiden. Wenn du wirklich einmal etwas austauschen möchtest, frag vorher beim Support nach. Wie du dich darüber hinaus abschirmst, liest du unter anonym als Camgirl arbeiten.
Ansonsten gilt für die Chatführung: Sei einfach du selbst und schreib nur über Dinge, die dir nicht zuwider sind. Wo deine Grenzen liegen, entscheidest du – welche Themen du getrost stehen lassen kannst, habe ich unter Tabuthemen im Chat zusammengefasst. Der Rest kommt von allein, und du wirst schnell merken, wie viel Spaß das Schreiben mit den Jungs macht.
8 Tipps, damit User dir immer wieder schreiben
Jeder User tickt anders, deshalb gibt es kein Patentrezept. Aber diese acht Dinge haben sich bei mir über die Jahre bewährt, um im Textchat länger im Gespräch zu bleiben und aus einem Zufallsbesucher einen Stammuser zu machen. Probier aus, was zu dir passt.
Beende deine Nachricht mit einer Frage
Eine Aussage kann man stehen lassen, eine Frage nicht – deshalb schläft ein Gespräch mit offener Frage viel seltener ein. Statt „Ich hatte heute einen langen Tag" schreib lieber „Ich hatte heute einen langen Tag – wie war deiner denn so?". Achte darauf, dass es echte Fragen sind, keine Ja-Nein-Fragen: „Worauf hast du gerade Lust?" bringt dir eine Antwort, „Alles gut bei dir?" endet oft bei einem knappen „Ja".
Sprich ihn mit Namen an
Sein Nickname steht in jedem Chatfenster – nutz ihn. Aus einem beliebigen „na du" wird „na Markus", und sofort fühlt sich die Nachricht persönlich an statt wie eine Massenabfertigung. Gerade User, die viel unterwegs sind und mit mehreren Girls schreiben, merken genau, wer sich die Mühe macht. Das kostet dich zwei Sekunden und hebt dich spürbar von der Konkurrenz ab.
Knüpf ans letzte Gespräch an
Hier zahlen sich deine Stammuser-Notizen richtig aus. Wenn du beim nächsten Mal fragst „Und, hat das Vorstellungsgespräch am Dienstag geklappt?", fällt der User fast vom Stuhl – so etwas erlebt er sonst nirgends. Es signalisiert ihm, dass er für dich kein austauschbarer Chatpartner ist, sondern dass du dir merkst, was er erzählt. Genau dieses Gefühl bringt ihn immer wieder zurück in dein Postfach.
Antworte, solange er wach ist
Der Textchat lebt vom Moment. Schreibt dir jemand abends um zehn, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er in genau dieser Stunde Lust und Muße hat – antwortest du erst am nächsten Mittag, ist die Stimmung verflogen und er längst woanders. Geh deshalb zwischendurch kurz mobil online. Und vergiss nicht: Viele Portale zahlen die Nachrichtenprovision nur, wenn du innerhalb ihrer Frist reagierst.
Bau kleine Cliffhanger ein
Ein bisschen Vorfreude wirkt Wunder. „Ich hab da was, das zeig ich dir gleich …" oder „Warte, das muss ich dir erzählen …" – solche Sätze machen neugierig und halten ihn im Chat, ganz ohne Druck. Das funktioniert auch prima, um zum Fotoverkauf überzuleiten: Erst die Andeutung, dann das Angebot. Übertreib es aber nicht, sonst wirkt es aufgesetzt. Ein, zwei Andeutungen pro Gespräch reichen völlig.
Zeig echte Persönlichkeit
Die wenigsten User suchen im Chat nur nach Fotos – die meisten wollen das Gefühl, mit einem echten Menschen zu schreiben. Erzähl also ruhig mal von deinem Tag, deinen Macken, worüber du gerade lachen musstest. Private Daten wie Klarnamen, Wohnort oder Handynummer bleiben natürlich außen vor. Aber ein bisschen Charakter zu zeigen, ist der Unterschied zwischen einem Girl, das man vergisst, und einer, an die man wieder denkt.
Belohn Treue
Ein User, der seit Monaten regelmäßig schreibt und Fotos kauft, darf ruhig spüren, dass du das siehst. Ein kleiner Gruß zwischendurch, ein „schön, dass du wieder da bist" oder mal ein Extra-Foto, um das er gar nicht gebeten hat – solche Gesten kosten dich fast nichts und binden enorm. Stammuser, die sich wertgeschätzt fühlen, bleiben oft über Jahre und sind es, die deinen Umsatz tragen.
Bleib verlässlich
Regelmäßigkeit schlägt das gelegentliche Strohfeuer. Wenn deine User ungefähr wissen, wann du erreichbar bist, planen sie ihre Zeit danach und schauen gezielt vorbei. Genau deshalb lohnt es sich, deine Onlinezeiten ein wenig zu planen, statt völlig sprunghaft mal hier, mal da aufzutauchen. Verlässlichkeit schafft Vertrauen – und Vertrauen ist im Chat bares Geld.
Wenn du User nicht nur im Text-, sondern auch im Live-Chat besser halten willst, schau dir an, wie du User in den Privatchat holst. Und für den ersten Eindruck vor der Kamera hilft dir der optimale Einstieg in den Webcamchat.
Häufige Fragen zum Nachrichtenchat
Wie viel kostet eine Nachricht im Chat?
Wo du den Preis selbst festlegst, sind zu Beginn etwa 50 bis 70 Cent pro Nachricht eine gute Orientierung. Läuft dein Textchat gut und hast du Stammuser, kannst du höher gehen. Teils sind bis zu 4 Euro möglich, das zahlen aber fast nur User mit besonderer Vorliebe. Das sind meine Erfahrungswerte, keine festen Vorgaben der Portale.
Wie schreibe ich die erste Nachricht an einen User?
Kurz und knackig, maximal ein bis zwei Sätze, ruhig ein bisschen frech – und am besten als Frage formuliert. Auf eine Frage antwortet ein User deutlich eher als auf eine bloße Feststellung. Ein knappes „Ja" oder „Nein" solltest du dagegen vermeiden.
Wie verkaufe ich Fotos im Chat?
Geh behutsam vor. Frag den User zuerst nach einem Foto von sich und schick im Gegenzug ein heißes Bild von dir, natürlich kostenpflichtig. Über diese Gegenseitigkeit öffnest du die Tür, ihm immer wieder Fotos anzubieten, ohne dass er sich überrumpelt fühlt. Dein Gesicht muss dabei nicht zu sehen sein.
Darf ich Fotos aus dem Internet verkaufen?
Nein. Verkauf ausschließlich eigene Fotos. Fremde Bilder als deine auszugeben fliegt früher oder später auf – dann musst du meist die Provisionen zurückzahlen und riskierst eine Sperrung. Abgesehen davon ist es unfair gegenüber der Frau auf den Bildern.
Darf ich meine private Handynummer oder E-Mail weitergeben?
Ohne Rücksprache mit dem Portal besser nicht. Die meisten Communities verbieten das in ihren AGB, ein Verstoß kann zur Sperrung führen. Vor allem aber schützt die Regel deine eigene Identität: Über private Kontaktdaten lässt sich herausfinden, wer du wirklich bist. Willst du wirklich etwas austauschen, frag vorher beim Support nach.
Wie halte ich Stammuser bei Laune?
Der wichtigste Punkt: Merk dir Details über ihn und komm beim nächsten Mal von dir aus darauf zu sprechen. Das zeigt echtes Interesse, und genau das bleibt hängen. Wenn du dann noch zeitnah antwortest, ihn mit Namen ansprichst und einem treuen User auch mal eine kleine Aufmerksamkeit gönnst, kommt er gern wieder. Am Ende binden Verlässlichkeit und ehrliche Wertschätzung stärker als jeder Trick.

Nicole Becker
Camgirl & Chatterin seit über 10 Jahren
Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung – über 10.000 Stunden vor der Kamera und im Chat. Was ich dir rate, habe ich selbst ausprobiert. Mehr über mich.
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